Das Reisende Reporterteam 2010
Ein Team aus Redakteur und Fotograf besucht ausgewählte Beschäftigungspakte und berichtet über einzigartige Geschichten rund um das Bundesprogramm. Innovative Ansätze und interessante Teilprojekte werden dargestellt. Ebenso werden besondere Persönlichkeiten, die sich für das Bundesprogramm und dessen Ziele einsetzen, vorgestellt.
Hamburg
Hinter’m Horizont geht’s weiter
In Hamburg stieg der „Stern“ von Henri Nannen am Medienhimmel auf, Gerd Bucerius gründete die „Zeit“ und Axel Springer die „Bild“. Hier entwickelte sich die „dpa“ zur größten deutschen Nachrichtenagentur. Die kreativsten Werbeagenturen haben hier ihren Sitz, in der Hansestadt sind zudem die meisten Internet-Adressen pro Kopf registriert: Hamburg ist einer der bedeutendsten Medienstandorte Deutschlands.
Als Spezialisten für Werbewirkung gründete auch der promovierte Informatiker Dr. Steffen Egner 2003 mit der MediaAnalyzer Software & Research GmbH eines der zahlreichen Start-up-Unternehmen an der Alster. Sein Team und er beraten Kunden dabei, Werbemittel und Marketingunterlagen effizient und zielgruppengenau zu optimieren. Online- und Offline Studien zu Werbemitteln, Werbewirkung und Marketing sollen dabei helfen, die Investitionen in Werbung und Marketing verlässlich abzusichern.
Die schnelllebige Medienbranche zieht besonders jüngere Mitarbeiter an. Seit gut drei Jahren gehört zu Egners mittlerweile 17-köpfigen Team auch Regina Wollenweber. Mit ihren 55 Jahren ist die gestandene Frau nicht nur am Empfang zum Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens geworden.
Schwerin
Aktivität und Bewegung fördern ein selbstbestimmtes Leben
Ringsherum verspiegelte Wände, Menschen sitzen in buntem Trainingsoutfit auf Gymnastikbällen und folgen mit synchronen Bewegungen den Anweisungen der Trainerin: „Rücken aufrecht, Ausfallschritt nach links. Ausatmen. Und nach rechts ...“ Dabei strecken alle ihre Arme im Rhythmus der Musik nach oben zur Decke. „Und einatmen. Guuut.“
Was aber hat Gesundheitstraining mit den Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu tun? Mediziner und diverse Studien wissen es schon lange: Viele Gründe sprechen dafür, sich körperlich zu bewegen. So kann sich auch im Leben etwas bewegen: eine aufrechtere Haltung, mehr Kondition und eine bessere Koordination sollen gerade älteren Langzeitarbeitslosen beim Weg zurück in Arbeit helfen. „Selbst im übertragenen Sinne kann körperliche Bewegung mobilisieren“, weiß Gerd Wessig aus eigener Erfahrung.
Roßbach
Vom Laden ins Leben
Im Awo-Dorfladen, der inmitten des kleinen Ortes Roßbach im Westerwald gelegen ist, geht es lebendig zu: Rund 150 bis 200 Kunden kommen Tag für Tag in das rund 80 Quadratmeter große Geschäft unweit der Kirche und erledigen ihre Besorgungen.
Dorfläden sind Treffpunkte für Jung und Alt. Die AWO Gemeindepsychiatrie gGmbH Bad Marienberg unterstützt die Dorfläden im Westerwald und arbeitet dazu auch mit dem Beschäftigungspakt RheinlandPfalz/Saarland zusammen. So bieten die Dorfläden u.a. die Möglichkeit einer Arbeitserprobung und Berufsvorbereitung für Teilnehmende des Beschäftigungspaktes RheinlandPfalz/ Saarland.
Augsburg
Offenheit zahlt sich aus
Bereits der römische Philosoph Seneca wusste schon vor knapp 2000 Jahren: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ In diesem Sinne bieten Volkshochschulen (VHS) als Institutionen des lebenslangen Lernens für jedermann und in fast jeder Stadt vielseitige Bildungsangebote an: von „A“ wie Aquarellmalerei über „E“ wie EDV-Kurs bis „Z“ wie Zen-Buddhismus.
Diese Bandbreite, sowohl was die unterschiedlichen Angebote als auch was die Vielfalt der Nutzergruppen betrifft, war es auch, die Gabriele Wagner, Abteilungsleiterin Markt und Integration von der ARGE Augsburg-Stadt, und ihr Team angeregt hatte, mit dem Projekt „Kurs finden“ einen neuen Ansatz zur Integration älterer Langzeitarbeitsloser zu wagen.