Arbeitsmarktprojekt 50+ Oberpfalz und Niederbayern
Birgitt Ehrl
Arbeitsgemeinschaft Regensburg Stadt
Im Gewerbepark D 83
93059  Regensburg

Tel: 0941/ 64090 100
Fax: 0941/ 64090 444
Email: Birgitt.Ehrl@arge-sgb2.de
Verbund der Arbeitsgemeinschaften Stadt und Landkreis Regensburg, Arbeitsgemeinschaft Landkreis Schwandorf, Arbeitsgemeinschaft Neumarkt, Arbeitsgemeinschaft Cham, Arbeitsgemeinschaft Weiden/Neustadt a.d.W., Arbeitsgemeinschaft Tirschenreuth, Arbeitsgemeinschaft Kelheim, Arbeitsgemeinschaft Rottal-Inn, Arbeitsgemeinschaft Landshut Stadt, Arbeitsgemeinschaft Landkreis Landshut, Arbeitsgemeinschaft Passau Stadt, Arbeitsgemeinschaft Landkreis Passau, Arbeitsgemeinschaft Dingolfing-Landau, Arbeitsgemeinschaft Freyung-Grafenau
Arbeitslosenquote in der Paktregion von 1,1% bis 6,1%
Anzahl der Arbeitslosen**: 5.347
Einwohnerzahl: 1.864.692
*   Die Angaben beziehen sich auf den gesamten Paktverbund
** im Rechtskreis des SGB II im Alter zwischen 50 und 64 Jahre
Arbeitsmarktprojekt 50+ Oberpfalz und Niederbayern

In der Paktregion decken die Arbeitsgemeinschaften des Arbeitsmarktprojektes die gesamte Oberpfalz, sowie den überwiegenden Teil Niederbayerns ab. Die Grundkonzeption und Idee des Projektes ist bei den jeweiligen Pakterweiterung beibehalten worden und auf die neu beteiligten ARGEn unter Berücksichtigung der örtlichen Begebenheiten übertragen worden. Die Weiterführung des Arbeitsmarktprojektes erfolgt nach wie vor in einem engen Verbundsystem mit HWK, IHK, den jeweiligen komunalen Wirtschaftsförderungen und der Agentur für Arbeit.

Ziel dieses Verbundsystems ist es, der Zielgruppe der älteren Langzeitarbeitslosen neue Perspektiven zu ermöglichen und sie in den regionalen Arbeitsmarkt zu integrieren. Weiterhin soll die Bereitschaft der Arbeitgeber erhöht werden, Älteren eine Chance zu geben und einen Bewußtseinswandel in der Arbeitswelt anzustoßen.

Das Vermittlungsteam (Kompetenzteam 50+) wird nicht mehr zentral an einem Standort tätig sein, sondern in jeder Arbeitsgemeinschaft wird eine spezielle Vermittlungsfachkraft für die Zielgruppe der über 50 Jährigen zuständig sein und somit das Arbeitsmarktprojekt 50+ direkt vor Ort fortsetzen. Diese spezialisierten Vermittlungsfachkräfte werden eng zusammenarbeiten und bilden zukünftig das Kompetenzteam 50+.

Vorrangiges Ziel ist die Integration älterer, langzeitarbeitloser ALG II Bezieher/-innen. Die potenziellen Teilnehmer/-innen werden von den zuständigen Vermittlungsfachkräften der Arbeitsgemeinschaften eingehend über die Projektziele informiert und nach Profiling und Abschluss einer Eingliederungsvereinbahrung dem Arbeitsmarktprojekt 50+ zugewiesen.
Der Projektansatz geht von den individuellen Vorraussetzungen (Stärken und Schwächen) der Kundengruppe 50+ aus. Es wird das Ziel verfolgt individuell, passgenau und arbeitsplatzbezogen, an der Bedarfslage des einzelnen Arbeitsgebers orientiert, unterstützt durch finanzielle Zuschüsse und fachliches Coaching, eine langfristige Integration zu erreichen. Die Mitarbeiter/-innen des Kompetenzteams aktivieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer, leiten den Integrationsprozess individuell ein und koordinieren den Prozess in allen Phasen. Das Kompetenzteam übernimmt eine Brückenfunktion zwischen Arbeitgebern und älteren Langzeitarbeitslosen.

Mit dem Projekt soll die dauerhafte berufliche Integration - passgenau und arbeitsplatzbezogen - von älteren Langzeitarbeitslosen (Arbeitslosengeld-II-Bezieher) erreicht werden. Der Projektansatz geht dabei von den individuellen Voraussetzungen (Stärken und Schwächen) der Kundengruppe „50+“ aus und stellt diese der Bedarfslage des einzelnen Arbeitgebers gegenüber. Notwendiger Qualifizierungsbedarf wird durch ein individuelles Bildungsangebot an die ALG-II- Bezieher Rechnung getragen. Das Integrationsprojekt wird von einem Kompetenzteam „50+“ begleitet, das den Integrationsprozess mit den Kunden, Arbeitgebern und Bildungsträgern koordiniert. Das Kompetenzteam übernimmt eine verantwortliche Brückenfunktion zwischen Arbeitgebern und älteren Langzeitarbeitslosen. Geeignete Bewerber münden in eine Profilbildungsmaßnahme ein. Diese Vorbereitungsmaßnahme dient der Feststellung vermittlungsrelevanter Merkmale und schafft damit die Voraussetzung für eine passgenaue Wiedereingliederung. Es findet eine berufliche Standortbestimmung statt, notwendiger Qualifizierungsbedarf wird individuell festgestellt und auf betriebliche Erfordernisse abgestimmt.

Zur Durchführung der Profilbildungsmaßnahmen wird ein Trägerverbund von IHK und HWK gebildet. Gleichzeitig wird vom Kompetenzteam „50+“ der Kontakt zu den Arbeitgebern aufgebaut und der betriebliche Bedarf ermittelt. Das individuelle Profil der Kundinnen und Kunden und der ermittelte Bedarf der Arbeitgeber dienen als Grundlage für den weiteren Verlauf der Eingliederung. Zur beruflichen Eingliederung wurden neue innovative Förderansätze für die Betriebe entwickelt, die bei den regionalen Betrieben erprobt und umgesetzt werden.

Ab 2010 wurde außerdem bei den Argen der Stadt und des Landkreises Regensburg, der ARGE Cham und der ARGE Neumarkt mit einem weiteren Projekt begonnen, dass sich mit der Integration arbeitsmarktferner ALG II Bezieher beschäftigt. Vorrangige Zielsetzung dieses Projektes ist es zunächst den Kundenkreis wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführern, um in einem zweiten Schritt dann dauerhaft eine Integration auf dem 1. Arbeitsmarkt ermöglichen zu können. Innerhalb des Paktes gibt es bei diesem Projekt unterschiedliche Ansätze. Die ARGE Cham hat zusammen mit einem Bildungsträger ein Sonderförderkonzept "Fit 50 plus" entwickelt; die anderen ARGEn setzen auf individuelle Einzelfallbetreuung wollen mit einem Fallmanagementansatz auch Gruppenprozesse starten und begleiten. Generell ist den ARGEN in diesem Projekt ein breit angelegtes Gesundheitsmanagement wichtig.

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