"ALTERnativen in der Lausitz"
Kooperationspartner:
JobCenter Oberspreewald-Lausitz, Landkreis Spree-Neiße, JobCenter Cottbus
Angaben zur Region des Beschäftigungspaktes*:
Arbeitslosenquote in der Paktregion von 12,9% bis 17,1%
Anzahl der Arbeitslosen**: 5.340
Einwohnerzahl: 363.000
* Die Angaben beziehen sich auf den gesamten Paktverbund
** im Rechtskreis des SGB II im Alter zwischen 50 und 64 Jahre
Projektdaten:
"ALTERnativen in der Lausitz"
Der Landkreis und das Job Center Oberspreewald-Lausitz, Sitz Senftenberg, haben gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Grundsicherung für Arbeitssuchende des benachbarten Landkreises Spree-Neiße, Sitz Forst(Lausitz) einen Antrag zur Teilnahme in der 2. Programmphase des Bundesprogramms "Perspektive 50plus" mit dem Arbeitstitel "ALTERnativen in der Lausitz" erarbeitet. Seit Juli 2009 ist auch das JobCenter der kreisfreien Stadt Cottbus einbezogen.
Im Landkreis OSL sind seit 2005 die Unternehmen TÜV Rheinland Akademie GmbH Lauchhammer, EUROPANORAT Wirtschaftsakademie GmbH Senftenberg, WEQUA mbH Lauchhammer und Arbeitsförderungsgesellschaft mbH Calau beteiligt.
Für das JobCenter Cottbus arbeiten die bbw Akademie GmbH und die Wirtschafts- und Sprachenschule Welling GmbH Cottbus. Der Eigenbetrieb des Landkreises SPN setzt das Programm in Eigenregie um. Die Paktkoordinierung erfolgt über den Landkreis OSL.
ALG II Beziehende und wenige Nichtleistungsbeziehende ab 48 Jahren werden mit den erfolgreichen Instrumenten aus der 1. Programmphase im Finanzierungsmodell "Integration" bis 2010 für den 1. Arbeitsmarkt vorbereitet und integriert.
Für das Jahr 2010 bedeutet das eine Aktivierung von 1.320 und eine Integration von 345 Personen. Dafür werden mehr als 1,6 Mio € Bundesmittel eingesetzt.
Neben den erprobten Instrumenten aus Phase 1 zum Erreichen eines Integrationsfortschrittes wie Einzel- und Gruppengespräche, Profilings und Assessments, Weiterbildungen, Schulungen, Coachings, bei Bedarf auch Maßnahmen zur sozial-integrativen Eingliederung (evt. psychologische Betreuung, Schuldnerberatung, Suchtberatung…) wird in der Region erstmalig auf die Selbstaktivierungskräfte der Langzeitarbeitslosen gesetzt und dafür ein Selbstvermittlungsbonus in Höhe von 500 € aus Projektmitteln in 2 Stufen gewährt. (200 € bei Vertragsabschluss sowie 300 € nach Ablauf von 6 Monaten) Die Mittel des BMAS werden mit Eigenmitteln der Grundsicherungsträger kombiniert um für die Betroffenen eine größere Chance auf Integration zu erreichen.
Eine aus allen Beteiligten bestehende Lenkungsgruppe koordiniert regelmäßig den Verlauf, entscheidet unbürokratisch gemeinsam und treibt die Umsetzung des Beschäftigungspaktes voran. Dabei spielt der bereits begonnene Bewusstseinswandel bei den Unternehmen bzgl. der Potentiale der Älteren in der Erwerbsarbeit, wie Erfahrungswissen, Qualitätsbewusstsein und Identifikation mit ihrer Arbeitsaufgabe sowie ihrer Firma, weiterhin eine wichtige Rolle.