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50plus in Oberfranken

Hier ist der Name Programm: Mit „Alt und Jung in Schwung“

Was passiert, wenn zwölf langzeitarbeitslose Frauen und Männer über 50 Jahre auf zwölf junge Langzeitarbeitslose unter 25 Jahren treffen? Sie bilden generationsübergreifende Tandems, um gemeinsam fit für den Arbeitsmarkt zu werden. Hinter dieser Kurzformel verbirgt sich das Konzept „Alt und Jung in Schwung“ des Paktes 50plus in Oberfranken.

Für die Dauer von sieben Monaten haben sich in der Paktregion Lichtenfels jeweils ein älterer und ein jüngerer Arbeitssuchender zu einer fachlichen Partnerschaft – sprich einem Tandem – zusammengefunden. Gemeinsam galt es, sich weiterzubilden, von einander zu lernen und die Chancen auf (Wieder-)Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Dabei hatten sie die Möglichkeit sich zwischen einer Fachqualifizierung im gewerblich-technischen Bereich oder im kaufmännisch-verwaltenden Bereich zu entscheiden. Eine Phase mit selbstorganisiertem Lernen im Lerncenter des Paktes komplettierte die Projektarbeit.

Gegenseitiges voneinander lernen

Eine der häufigsten Fragen mit denen sich die Projektverantwortlichen von „Alt und Jung in Schwung“ auseinandersetzen mussten, lautete: Warum? Warum sollen Menschen, die verschiedenen Generationen angehören, unterschiedliche Erfahrungen, Einstellungen und Wahrnehmungen besitzen, gemeinsam für das Berufsleben fit gemacht werden? „Darum“, antwortet Rüdiger Schardt amüsiert.

Eben weil die Jungen von den Älteren erfahren konnten, was es heißt, gelassener an Aufgaben zu gehen. Und weil die Jüngeren von der Erfahrung der Älteren profitieren konnten.

Rüdiger Schardt

Und umgekehrt? „Die Älteren lernten ebenfalls von den Jüngeren und konnten unter anderem sehen, dass die eine oder andere frische und mitunter auch freche Idee sich besser und leichter umsetzen ließ, als manch althergebrachter Prozess.“ Auf diese Weise konnten alle Beteiligten nicht nur auf der fachlichen Seite voneinander lernen, sondern auch auf der zwischenmenschlichen Ebene.

Ein Ansatz, der fruchtet

Ein Blick auf die Vermittlungsquote nach Abschluss des Projektes zeigt: Rund 44 Prozent der Projektteilnehmer konnten in eine Beschäftigung vermittelt werden. Auf die beiden Altersgruppen herunter gebrochen ist allerdings festzuhalten, dass deutlich mehr jüngere Arbeitssuchende eine Anstellung fanden als die älteren Arbeitslosen. Hier gelang es aber oftmals die aufgekommenen Frustrationen der Älteren umzudrehen und auch im Rahmen einer intensiven Nachbetreuung ein „Jetzt erst Recht“-Gefühl aufzubauen. So konnten im Nachgang des Projektes noch weitere ältere Langzeitarbeitslose eine Beschäftigung finden.

www.50plus-in-oberfranken.de