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Station 1: Region Nord | mitnmang – Initiative für Arbeit – 50plus

Hinter’m Horizont geht’s weiter

In Hamburg stieg der „Stern“ von Henri Nannen am Medienhimmel auf, Gerd Bucerius gründete die „Zeit“ und Axel Springer die „Bild“. Hier entwickelte sich die „dpa“ zur größten deutschen Nachrichtenagentur. Die kreativsten Werbeagenturen haben hier ihren Sitz, in der Hansestadt sind zudem die meisten Internet-Adressen pro Kopf registriert: Hamburg ist einer der bedeutendsten Medienstandorte Deutschlands. Fast 50 Prozent der Marktanteile der deutschen Publikumspresse werden allein von drei Hamburger Großverlagen (Bauer, Gruner+Jahr, Springer) gehalten. Weit über 12.000 Unternehmen zählt die Branche, die seit Mitte der 1990er-Jahre um stolze 74 Prozent gewachsen ist.

Als Spezialisten für Werbewirkung gründete auch der promovierte Informatiker Dr. Steffen Egner 2003 mit der MediaAnalyzer Software & Research GmbH eines der zahlreichen Start-up-Unternehmen an der Alster. Sein Team und er beraten Kunden dabei, Werbemittel und Marketingunterlagen effizient und zielgruppengenau zu optimieren. Online- und Offline-Studien zu Werbemitteln, Werbewirkung und Marketing sollen dabei helfen, die Investitionen in Werbung und Marketing verlässlich abzusichern.

Die schnelllebige Medienbranche zieht besonders jüngere Mitarbeiter an. Seit gut drei Jahren gehört zu Egners seinem mittlerweile 17-köpfigen Team auch Regina Wollenweber. Mit ihren 55 Jahren ist die gestandene Frau nicht nur am Empfang zum Dreh- und Angelpunkt des Unternehmens geworden.

Dr. Steffen Egner mit Regina Wollenweber

„Frau Wollenweber hat mit ihren langjährigen Erfahrungen Unternehmenskultur hineingebracht“, betont Gerit Eggert, Geschäftsführer der SBB Kompetenz gGmbH. Durch ihre Teilnahme an Bewerbungskursen des Trägers und dank der guten Vernetzung mit vielen Hamburger Unternehmen innerhalb des Beschäftigungspaktes „mitnmang“ im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ gelangte ihr Profil zu dem jungen IT-Start-up. „Der Vorteil des Beschäftigungspaktes ist aus meiner Sicht als Unternehmer die präzise Vorauswahl der Kandidaten“, erzählt Dr. Egner, „das könnten wir gar nicht leisten“. Schließlich habe er keine eigene Personalabteilung. Ältere Arbeitsuchende haben bessere Chancen in kleineren und mittleren Unternehmen, dort ist die passende Kompetenz wichtiger als das Alter. Größere Unternehmen haben häufig einen höheren Altersdurchschnitt in der Belegschaft. Da haben ältere Arbeitsuchende natürlich größere Hürden bei der Vermittlung zu überwinden, so Olaf Janko, Projektkoordinator von „mitnmang“ bei team.arbeit.hamburg.

Die gelernte Bürokauffrau und Stenotypistin Wollenweber hatte bereits 30 Jahre lang als kaufmännische Angestellte in verschiedenen Hamburger Unternehmen gearbeitet, von ihrer Erfahrung und ihrem Können konnte sie ihren späteren Chef Dr. Steffen Egner dann im Bewerbungsgespräch überzeugen. Eine positive, aber neue Erfahrung für sie. Aufgrund einer Insolvenz verlor sie zuvor ihren letzten Arbeitsplatz und wurde lange Zeit bei Bewerbungen − vielleicht mit Blick auf das Geburtsdatum − von potenziellen Arbeitgebern abgelehnt.

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