Editorial

Das Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ fördert bundesweit 62 Beschäftigungspakte zur beruflichen Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser. Die regionalen Projekte begannen ihre Arbeit im Oktober 2005 mit einer Laufzeit von zwei Jahren. In dieser Zeit wurden wertvolle Erfahrungen gesammelt und wichtige Erfolge erzielt. Im Ergebnis stehen neue Ansätze und Wege zur Integration Älterer, über 20.200 Integrationen älterer Langzeitarbeitsloser in den allgemeinen Arbeitsmarkt sowie der Aufbau zuverlässiger Partnerschaften zwischen den relevanten Arbeitsmarktakteuren in einer Region. Insbesondere das Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und weiteren gesellschaftlichen Akteuren in stabilen Netzwerken haben zu verbindlichen Paktstrukturen geführt. Die zweijährige Umsetzungszeit hat gezeigt, dass die Bündelung regionaler Potenziale einen Erfolg versprechenden Weg darstellt, ältere Langzeitarbeitslose wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. In dieser Ausgabe des Newsletters werden beispielhaft vier Beschäftigungspakte hinsichtlich ihrer Paktstrukturen und Kooperationsmodelle vorgestellt.

Martin Weiland, zuständiger Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales


Aus den Regionen

Verbindliche Paktstrukturen als ein Erfolgsfaktor des Bundesprogramms


Im Rahmen der 62 Beschäftigungspakte haben insgesamt 93 Arbeitsgemeinschaften und zugelassene kommunale Träger gemeinsam mit regionalen Akteuren der Arbeitsmarktpolitik wie beispielsweise Unternehmen, Kammern und Verbände, kommunalen Einrichtungen und Beschäftigungs- und Bildungsträgern, Politik und Gewerkschaften das Bundesprogramm umgesetzt.

Grundsätzlich lassen sich externe und interne Umsetzungsmodelle unterscheiden. In externen Umsetzungsmodellen wurde die operative Verantwortung an einen Dienstleister oder eine Dienstleistergemeinschaft (Verein, Bietergemeinschaft) übertragen. In diesen Fällen übernimmt der Grundsicherungsträger vor allem das finanzielle Controlling, die Steuerung und die Teilnehmerzuweisung.
Bei den internen Lösungen wurde der Beschäftigungspakt in den Strukturen des Grundsicherungsträgers verankert, beispielsweise durch die Weiterentwicklung und Qualifizierung von internen Fachkräften im Rahmen des Bundesprogramms und die Implementierung von Projektteams für die Betreuung älterer Langzeitarbeitsloser.


Steuerung und Koordination

Gesteuert und koordiniert werden die Pakte in erster Linie durch den bzw. die Paktkoordinator/-in, bei denen es sich in der Regel um Mitarbeiter/-innen der Grundsicherungsträger handelt. Darüber hinaus sind unterschiedliche Steuerungsgremien (z. B. Beiräte, Lenkungsausschüsse, Steuerungsgruppen) installiert, um die zielorientierte Aufgabenerfüllung aller Beteiligten unterstützend sicherzustellen. In fast allen Pakten gibt es Beiräte, die in Aufgabe und Zusammensetzung entweder den Beiräten der beteiligten Grundsicherungsträger ähneln oder sogar entsprechen. Zu den Aufgaben der Beiräte gehören im Wesentlichen die Beratung und Kontrolle der Pakte; oftmals haben sie eine vorrangig legitimatorische Funktion. Sie kommen in der Regel quartalweise zusammen. Zu den Mitgliedern zählen u.a. Vertreter der Kommune, insbesondere der Wirtschaftsförderung, der Agentur für Arbeit sowie die Sozialpartner (inkl. Kammern).

Zur Koordinierung großer Paktnetzwerke bedarf es weiterer Steuerungsgremien. Besondere Bedeutung haben diese Steuerungsgremien in Verbünden sowie in Pakten, in denen viele Träger eingebunden und komplexe Abstimmungsprozesse zu koordinieren sind. In den Steuerungsgremien kommen in relativ kurzen Abständen die Führungskräften aller Teilprojekte zusammen. Da es eine Person geben muss, die das gesamte Netzwerk leitet bzw. moderiert, muss Übereinstimmung zwischen den Akteuren vorliegen, wer diese Rolle einnehmen soll.

Je stärker die Abstimmungsprozesse während der Umsetzung optimiert werden konnten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, Nachhaltigkeit in den Paktstrukturen, insbesondere den Akteursnetzwerken zu erzielen. Gute Beispiele dafür sind die Vereinsgründungen im Landkreis Elbe-Elster und der Verein der Bildungsträger im Verbund Coburg, in denen die Partikularinteressen zum Wohle der gemeinsamen Zielerreichung überwunden wurden.

In der zweijährigen Umsetzungszeit des Bundesprogramms hat sich gezeigt, dass vom Alltagsgeschäft deutlich getrennte Paktstrukturen, die gleichgewichtig mit extern und intern Akteuren besetzt waren, in der Regel den „Königsweg“ darstellen. Die Chancen für gemeinsame Lernprozesse und Personalentwicklung seitens der Grundsicherungsträger und Dritter sind dadurch gleichermaßen gegeben.
Im folgenden werden vier Beschäftigungspakte hinsichtlich ihrer Paktstrukturen vorgestellt


Verbund Coburg


Der Beschäftigungspakt 50plus in Oberfranken erstreckt sich auf die Wirtschaftsregion Coburg mit der Stadt Coburg und den Landkreisen Coburg, Lichtenfels und Kronach. Von Seiten der Grundsicherungsträger sind die vier JobCenter (Arbeitsgemeinschaften) der oben genannten Kommunen beteiligt: die ARGEn der Stadt Coburg und des Landkreises Coburg sowie die ARGEn Landkreis Kronach und Landkreis Lichtenfels. Auf der Ebene der ARGEn findet erstmals in dieser Form eine Kooperation statt. Sie ermöglicht die ganzheitliche Orientierung an sozialräumlichen Problemlagen.

Innovative Elemente des regionalen Beschäftigungspaktes Oberfranken sind der Verbund von vier Arbeitsgemeinschaften und der Zusammenschluss aller relevanten Qualifizierungsträger (u.a. IHK Akademie Oberfranken und die VHS Coburg) der Region zu einem Verein 50plus in Oberfranken, der die operative Umsetzung des Projektes übernommen hat. Darüber hinaus engagieren sich einzelne Großunternehmen als so genannte Leitunternehmer für den Pakt und vertreten die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer/-innen in der Öffentlichkeit, vor anderen Unternehmern und Verbänden.

Kennzeichnend für den Coburger Beschäftigungspakt ist die Übertragung der regionalen Umsetzung des Paktes von den beteiligten ARGEn per Vertrag an einen Verein 50plus in Oberfranken. Der Verein verfügt über drei Geschäftsstellen, die den am Pakt beteiligten ARGEn des Verbundes zugeordnet sind. Die rechtliche Grundlage für die Umsetzung beruht auf § 16 Abs. 2 Satz 1 SGB II, wodurch eine geschlossene Vergabe aller Qualifizierungsmaßnahmen an die Mitglieder des Vereins ermöglicht wurde.
Darüber hinaus laufen die Stellenakquise und Vermittlung über spezielle Vermittlungsfachkräfte, so genannte JobScouts, die in den drei Geschäftsstellen des Vereins angesiedelt sind. Die Mitglieder des Vereins sind insbesondere für die Qualifizierung der Teilnehmer/-innen des Projekts zuständig. Die Grundsicherungsträger des Verbundes sind an dem Verein nicht beteiligt, sondern sorgen vor allem für die Zuweisung von Teilnehmer/-innen und die Bereitstellung finanzieller Mittel.

Als Steuerungsgremium für den Pakt fungiert ein Projektbeirat. Der Beirat stellt insbesondere dem Verein beratende Kompetenz zur Verfügung und kontrolliert die Effizienz der Maßnahmen sowie den Mitteleinsatz. Ihm gehören Repräsentanten der Arbeitsverwaltung, der regionalen und kommunalen Wirtschaftsförderung, der Unternehmen sowie Wirtschaftsverbänden an. Er trifft mittlerweile vierteljährlich zusammen. www.50plus-in-oberfranken.de

 

Kreis Offenbach


Der Kreis besteht aus 13 Städten und Gemeinden. Im Kern handelt es sich bei dem Vermittlungsansatz im regionalen Beschäftigungspakt des Kreises Offenbach um ein sehr nachfrage- bzw. stellenorientiertes, optimiertes Vermittlungskonzept, das vorrangig im Zusammenspiel eines für das Projekt zuständigen Arbeitsvermittlers bzw. einer –vermittlerin des Arbeitgeberservices des Kreises Offenbach (AKO) mit speziellen, nur für die Projektteilnehmer/-innen zuständigen Fallmanagern umgesetzt wird. Bei den Fallmanagern handelt es sich um eigens für diese Aufgabe qualifizierte und über das Projekt finanzierte Teilnehmer/-innen.

Zentrale Akteure des regionalen Beschäftigungspaktes ProArbeit 50PLUS im Kreis Offenbach sind die Kreisverwaltung, die kreiseigene Dienstleistungsagentur Kommserve gGmbH, der privatwirtschaftliche Arbeitgeberservice des Kreises Offenbach (AKO) und eine Unternehmensberatung, die das Paktkonzept für den Kreis Offenbach erstellt hat und für die regionale Evaluation zuständig ist. Weitere wichtige Akteure sind die Kreishandwerkskammer und die IHK.

Die operative Umsetzung des Beschäftigungspaktes hat der Kreis Offenbach an die Kommserve gGmbH übertragen, die im Rahmen einer Public Private Partnership gemeinsam mit dem Kreis die Grundsicherung nach SGB II erbringt. Dabei bleibt die Leistungsgewährung Hoheitsaufgabe des Kreises, während die Kommserve GmbH verantwortlich ist für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit.
Innerhalb der Kommserve gGmbh ist die Projektumsetzung als eigenständige Projektorganisation verankert. Die Paktkoordinatorin bzw. Projektleiterin ist allein für die Projektleitung zuständig. Das gesamte Projektteam besteht aus 19 Mitarbeiter/-innen. Neben der Projektleiterin sind dies die 16 Fallmanager, die aus der Zielgruppe der älteren Langzeitarbeitslosen akquiriert wurden, ein ebenfalls aus der Zielgruppe stammender Arbeitsvermittler, der speziell für das Projekt im Rahmen des AKO tätig ist, und die Führungskraft Fallmanagement. Alle Mitarbeiter/-innen sitzen mit Ausnahme einer kleinen Dependance in Seligenstadt im Kreishaus in Dietzenbach. Die geschlossene Projektstruktur sorgt für einen starken Zusammenhalt innerhalb des Projektteams, enge Zusammenarbeit und kurze Kommunikationswege, wodurch sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberanfragen schnell und in hoher Dienstleistungsqualität reagiert werden kann.

Eine wichtige Institution innerhalb des Beschäftigungspaktes ist der Projektbeirat, der alle sechs Monate zusammentrifft. Die Mitglieder sind u. a. kreispolitische Akteure, Vertreter/-in der Agentur für Arbeit Offenbach, die Kammern, der Arbeitgeberverband Ost-Hessen, der Deutsch-Türkische Unternehmerverband, der DGB, die Caritas, der Paritätische Wohlfahrtsverband sowie drei Bildungsträger, von denen einer auf Migrant/-innen-Weiterbildung spezialisiert ist. Der Beirat liefert u. a. Unterstützung in Form von Feedbacks und Vermittlung von Kontakten zu Unternehmen, Verbänden, politischen Gremien und Akteuren. Seine Mitglieder haben also vor allem eine Multiplikatorenfunktion.

Die Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung kam im Rahmen des regionalen Beschäftigungspaktes zustande, weil es bereits Erfahrungen aus einem Vorläuferprojekt (Implementierung eines Arbeitgeberservices für den Kreis Offenbach) gab.
Eine der ersten grundlegenden Aufgaben für die Unternehmensberatung bestand darin, fundierte Informationen über die Arbeitgeberbedarfe in der Region zu erheben. Dies erfolgte mittels einer aktivierenden Unternehmensbefragung im Kreisgebiet, eine Vollerhebung aller Betriebe in der Region mit Ausnahme von Kleinstunternehmen unter fünf Beschäftigten. Insgesamt wurden ca. 6.000 Betriebe nach ihrem aktuellen Arbeitskräftebedarf und ihrer Einstellungsbereitschaft gegenüber älteren Langzeitarbeitslosen befragt. Von der Unternehmensberatung wurden alle relevanten Daten an die Kommserve gGmbH übergeben, die diese wiederum dem AKO zur Verfügung stellte. Auf Grundlage dieser Daten kontaktierte der AKO alle kooperationswilligen Unternehmen und akquirierte auf diese Weise die ersten freien Stellen, die mit Hilfe der Projektfallmanager besetzt wurden.

Darüber hinaus wird paktübergreifend eine enge Kooperation mit den regionalen Nachbarpakten (insbesondere Stadt Offenbach) gepflegt. In gemeinsamen Workshops (Dialogforum) werden lokale Unternehmen angesprochen und sorgen für eine paktübergreifende Vernetzung und Synergien. www.proarbeit50plus.de

 

Landkreis Dahme-Spreewald


Innovatives Element des Vermittlungsansatzes im regionalen Beschäftigungspakt im Landkreis Dahme-Spreewald ist ein assistiertes, dienstleistungsorientiertes Vermittlungs- und Besetzungsverfahren, von der Bewerberauswahl, über das Antragsverfahren bis hin zur Nachbetreuung, das die Möglichkeit der nachträglichen Arbeitnehmerqualifizierung einschließt. Als innovativste Teilprojekte bzw. arbeitsmarktpolitische Instrumente sind vor allem das Kombi-Modell, die zusätzliche bzw. während der Beschäftigung mögliche arbeitsplatznahe Qualifizierung und der Förderscheck für Ältere hervorzuheben.

Das Netzwerk des Projektes STÄRKE LDS: Die Träger der Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung für Arbeitsuchende im Landkreis Dahme-Spreewald (ARGE LDS) sind die Agentur für Arbeit Potsdam (über die Geschäftsstelle in Königs Wusterhausen; Nordkreis), die Agentur für Arbeit Cottbus (über die Geschäftsstellen in Lübben und Luckau; Südkreis) und der Landkreis Dahme-Spreewald. Die ARGE LDS ist an den drei Standorten der Agenturgeschäftsstellen im Landkreis vertreten. Die wichtigsten Partner der ARGE innerhalb des Beschäftigungspaktes sind neben der Kreisverwaltung und der Bundesagentur für Arbeit das Technologie-und Gründerzentrum (TGZ) Wildau, die Technische Fachhochschule (TFH) Wildau bzw. die Forschungsgruppe Regionale Innovationscluster sowie das Technologie- und Berufsbildungszentrum (tbz) Königs Wusterhausen. Weitere wichtige Akteure sind die Kammern und die regionale Wirtschaftsförderung.
Die Projektsteuerung und Koordinierung der Paktumsetzung erfolgt über das Büro des Projektkoordinators in der ARGE. Zum Team gehören ein projektkoordinierender Fallmanager, ein Controller (Finanzmanager) und zwei Arbeitsvermittlerinnen. Diese vier Personen sind ausschließlich für den Pakt zuständig. Eine Anbindung an die Geschäftsprozesse der ARGE erfolgt über regelmäßige Dienstbesprechungen mit dem Geschäftsführer der ARGE und den ARGE-Teamleitern. Der Projektkoordinator ist des Weiteren für zwei Teilprojekte Existenzgründung und Jobrotation verantwortlich. Zudem steht er in Kontakt zu Trägern, einstellungsinteressierten Arbeitgebern und den anderen Netzwerkakteuren.

Zu den wichtigsten Institutionen des Paktes gehört ein so genanntes Regio-Kompetenzteam, das sich anfangs wöchentlich, dann monatlich traf und mittlerweile bei Bedarf bzw. spätestens alle drei Monate zusammenkommt. Mitglieder sind u. a. der Projektkoordinator, der Geschäftsführer und drei Teamleiter der ARGE, ein Vertreter der Agentur für Arbeit, der Geschäftsführer des TGZ Wildau, eine Vertreterin des Amts für Wirtschaftsförderung sowie Vertreter der Kammern. Im Kompetenzteam werden u. a. Instrumenten- und Maßnahmevorschläge erarbeitet sowie Prioritätenlisten in Bezug auf die Umsetzung von Maßnahmen erstellt. Diese Vorschläge werden dem Projektbeirat unterbreitet, der letztlich die Entscheidungsbefugnis darüber hat, welche Maßnahmen in welcher Form weiter angeboten werden. Der Projektbeirat ist personenidentisch zum aktuellen ARGE-Beirat besetzt. Im ARGE- bzw. Projektbeirat sitzen u. a. Vertreter der Kommune, der regionalen Wirtschaftsförderung, der Technischen Fachhochschule Wildau sowie der Kammern und Gewerkschaften. www.projekt-staerke-lds.de

 

Landkreis Müritz


Der regionale Beschäftigungspakt im Landkreis Müritz Job direkt 100 legt den Fokus auf einen stellenorientierten Ansatz. Ausgangspunkt ist jeweils der konkrete Arbeitsplatz, für den entsprechend dem Anforderungsprofil ein/e Bewerber/-in gesucht wird.
Eine erforderliche Anpassungsqualifizierung wird vor Arbeitsaufnahme oder berufsbegleitend ermöglicht. Hierbei wird auf vorhandene Fortbildungsangebote in der Region zurückgegriffen oder im Einzelfall auch ein Training „on the Job“ fachlich begleitet.

Die Träger der ARGE in der Region sind die Agentur für Arbeit Neubrandenburg und der Landkreis Müritz. Der Geschäftsführer der ARGE und der Geschäftsführer des beteiligten Dienstleisters Bildungszentrum für Marktwirtschaft und Datenverarbeitung GmbH (BMD) waren federführend bei der Entwicklung, Umsetzung und Weiterentwicklung des regionalen Beschäftigungspaktes im Landkreis Müritz. Beide Geschäftsführer sind auch weiterhin für alle grundsätzlichen Entscheidungen und Steuerungsprozesses innerhalb des Paktes verantwortlich und vertreten den Pakt nach außen. Regionaler Ansprechpartner ist der Projektkoordinator der BMD GmbH.

Bei der Einbindung von externen Akteure wurden in der Sondierungsphase diejenigen Partner identifiziert, über die zeitnah einstellungsbereite Betriebe erreicht werden konnten. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden die Kammern, die Unternehmensverbände, die Gewerkschaften, die Wirtschaftsförderung und kommunale Spitzengremien angesprochen. Als wichtigste strategisch-operative Kernpartner in der Praxis erwiesen sich vor allem die Kreishandwerkerschaft und die angeschlossenen Innungen. Diese Gremien erkennen sehr schnell in der jeweiligen Branche einen sich entwickelnden Fachkräftebedarf und thematisieren Beschäftigungsbedarfe gegenüber den Institutionen der regionalen Arbeitsverwaltung.

Die Umsetzung des Beschäftigungspaktes realisiert sich als vertraglich geregelte Public Private Partnership zwischen der ARGE Müritz und der BMD GmbH. Auf der operativen Ebene erfolgt die Projektsteuerung auf Seiten des Dienstleisters BMD durch den Projektkoordinator und ein fünfköpfiges Projektteam in enger Kooperation mit dem Arbeitgeber-Service (AGS), einer gemeinsamen Einrichtung der Agentur für Arbeit und ARGE Jobcenter Müritz. Hier arbeiten vier Tandems, die sich jeweils aus einem Vermittler des AGS und einem Vermittler des BMD zusammensetzen. Funktion dieser Tandems ist es, Doppelungen bei den Arbeitgeberkontakten zu vermeiden und den Vermittlungsprozess zu professionalisieren. Durch diese Kooperation sind erkennbare Synergieeffekte entstanden.
Aufgaben des Projektkoordinators sind die Entwicklung, Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Netzwerkes, die Sicherung erforderlicher Controllingprozesses, die Dokumentation der Aktivitäten zur Zielerreichung, die Steuerung der Vermittlungsaktivitäten in Form regelmäßiger Abstimmungen innerhalb des Teams und die Organisation von regelmäßigen Arbeitstreffen auf Netzwerkebene. Eine wichtige und weitere zentrale Aufgabe ist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. www.jobdirekt100.de

 

Veranstaltungen

Fachtagung "Perspektive Arbeit und Alter" am 5. November 2007 in Berlin

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Integration durch Arbeit" der Friedrich-Ebert-Stiftung steht das Thema Beschäftigung Älterer im Mittelpunkt. Podiumsdiskussionen und eine Projektmesse bieten Einblicke in Strategien und Handlungsansätze zur besseren Integration älterer Arbeitsuchender. www.fes.de/integration


Jahrestagung "Nachhaltige Integrationsformen - Integrationspolitik unter verbesserter Konjunktur" bag arbeit e.V. am 5. und 6. November 2007 in Berlin

Die zweitägige Veranstaltung bietet ein Forum zur Diskussion der Ziele und Strategien zur Integration von Langzeitarbeitlosen drei Jahren nach der Einführung des SGB II. www.bagarbeit.de


Konferenz "Arbeit, Alter(n), und Gesundheit - der demografische Wandel und seine Herausforderungen für Wirtschaft und Beschäftigungspolitik im Ennepe-Ruhr-Kreis" am 14. November 2007 in Witten

Die Veranstaltung lädt ein zu Vorträgen und fünf Workshops, die sich dem Thema Sicherung von Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer/-innen widmen. Die Veranstaltung wird vom Beschäftigungspakt im Ennepe-Ruhr-Kreis durchgeführt. www.beschaeftigungspakt50plus.de


Forum „Ältere und Arbeit“ der Lasa Brandenburg am 22. und 23. November 2007 in Potsdam

Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und regionalen Institutionen aus Brandenburg und anderen Bundesländern diskutieren zum Thema „Ältere und Beschäftigung“, tauschen sich zu den Erfahrungen europäischer Partner und aus Japan aus. www.lasa-brandenburg.de


Prämierung „Unternehmen mit Weitblick 2007“ im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ am 4. Dezember 2007 in Eisenach

Im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ werden bundesweit 62 Unternehmen für ihr besonderes Engagement für die Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer/-innen ausgezeichnet. www.perspektive50plus.de


Transnationale Konferenz "MePlan 50+" am 5. Dezember 2007 in Offenbach

Der Beschäftigungspakt der Stadt Offenbach veranstaltet unter dem Titel "Beschäftigung 50plus - good practice in Irland, Wales und Deutschland" eine internationale Konferenz. Sie gibt Einblicke in die jeweilige Situation der Länder und eine Plattform für Austausch und Diskussion im internationalen Kontext. www.chance50.de


Impressum

Diese 11. Ausgabe des Newsletters geht an 1955 Abonennten.
Über Anregungen jeder Art freuen wir uns. Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie nicht und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

www.perspektive50plus.de


Impressum

Nicole Schneider – Koordination Öffentlichkeitsarbeit

gsub – Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH
Oranienburger Straße 65, 10117 Berlin
Tel: +49 (0) 30-284 09-0
Fax: +49 (0) 30-284 09-210
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