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In Bewegung kommen

“Fit in den Job” auf positive „Nebenwirkungen“

Larrys Wangen haben sich rot gefärbt. Als die mit Wasser gefüllte Säule in der Mitte des Raumes aufhört zu sprudeln, steigt er vom Crosstrainer ab und wischt sich mit dem Handtuch den Schweiß von der Stirn.

Larry Zweig (55) im Medical Park St. Theresien.

Larry Zweig (55) ist einer der 20 Teilnehmer des Projekts „Fit in den Job“, das der Pakt 50 für Nürnberg und Fürth für ältere Langzeitarbeitslose in Zusammenarbeit mit dem Medical Park St. Theresien Mitte August gestartet hat. Der Pakt 50 für Nürnberg und Fürth ist einer der bundesweit 62 regionalen Beschäftigungspakte zur beruflichen Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unterstützt und gefördert werden.

„Je länger jemand arbeitslos ist, desto mehr gesundheitliche Probleme hat er“, sagt Claus-Dieter Rückel, Geschäftsführer der Arge Nürnberg. „Gesundheitliche Probleme sind oft schuld daran, dass jemand keinen Job findet“, ergänzt Thomas Geiger, stellvertretender Projektleiter des Pakt 50. Ein Teufelskreis, den das Projekt „Fit in den Job“ zu durchbrechen versucht. Dabei geht es nicht nur darum, die körperliche Leistungsfähigkeit der Teilnehmer zu verbessern, sondern auch darum, ihr Vertrauen in die eigenen Stärken wieder zu erwecken – „Empowerment“ nennt man diesen Ansatz in der Fachsprache.

Dass wir nicht irgendein Fitnessstudio für dieses Projekt ausgewählt haben, sondern ein anerkanntes Unternehmen der Gesundheitsförderung, soll auch die Wertschätzung zeigen, die wir den Teilnehmern entgegenbringen.
Claus-Dieter Rückel, Geschäftsführer

 Die Gesundheitsförderung ist nur eine von vielen Maßnahmen zur Aktivierung und Arbeitsförderung der Teilnehmer des Pakt 50. Nach einem individuellen Eingangsprofiling und Bewerbungscoaching begleiten die Betreuer ihre Schützlinge zu Vorstellungsgesprächen, zum Friseur oder auch zum Einkaufen. „Wir schauen genau hin, warum ein Bewerber nicht genommen wird und setzen dann dort an“, erklärt Franziska Zühlke, Projektleiterin des Pakt 50. „Die Kunst liegt darin, die Teilnehmer zu begleiten, aber nicht zu sehr zu bemuttern“, so Zühlke weiter. Praktika und Eingliederungszuschüsse eröffnen ihnen die Chance, das Arbeitsleben wieder zu erproben. Auf der anderen Seite besteht für Unternehmen die Möglichkeit, die Qualitäten des Bewerbers unverbindlich kennen zu lernen.

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