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Erfahrungsberichte

Die üstra Verkehrsbetriebe AG macht's vor

Die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG ist Unternehmen mit Weitblick 2008 des Beschäftigungspaktes 50 TOP!. Das Unternehmen zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Ansatz zur Bewältigung des demografischen Wandels aus. Lesen Sie hier ein Interview mit Herrn Wilhelm Lindenberg, Vorstand Betrieb und Personal und Herrn Dr. Fischer, Leiter Stabsbereich Personal bei der üstra AG.

Herr Fischer, das Durchschnittalter bei Ihnen im Unternehmen liegt bei 45 Jahren. 2012 werden mehr als 50 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer im Unternehmen 50 Jahre und älter sein. Welche Erkenntnisse ergeben sich aus dieser Entwicklung?

Eine große Herausforderung ist es, die Gesundheit unserer älter werdenden Belegschaft zu erhalten. Insbesondere mit langjähriger Fahrdiensttätigkeit steigen die gesundheitlichen Belastungen. Hier müssen wir rechtzeitig Vorkehrungen treffen, um die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter möglichst dauerhaft aufrecht zu erhalten. Ein weiterer Punkt ist die Weitergabe von Erfahrungswissen, das über die jahrzehntelange Tätigkeit angesammelt wurde. Bereits heute müssen wir die Weichen stellen, um für zukünftig ausscheidende Mitarbeiter qualifizierte Nachfolger zu finden.

Anfang 2008 wurde dazu ein Projekt zum demografischen Wandel im Unternehmen aufgelegt. Welche Maßnahmen werden umgesetzt?

Herr Lindenberg: Im Projekt wurden ca. zwanzig Maßnahmen entwickelt, die teilweise bereits umgesetzt wurden bzw. sich noch in der Erprobung befinden. Hierzu zählen Maßnahmen wie Optimierung der Nachfolgeplanung, Bildung von Tandems (Noch-Stelleninhaber und Nachfolger), Maßnahmen der Gesundheitsförderung, der Förderung von Teilzeitarbeit und der Erprobung von Mischarbeitskonzepten.

In Kooperation mit dem Job Center der Region Hannover führt die üstra das Projekt „Gemeinsam mobil – Begleitung für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste“ durch. Bereits seit 2006 sind langzeitarbeitslose Menschen, die älter als 50 Jahre sind, als Fahrgastbegleiterin und –begleiter tätig. Was sind Ihre Erfahrungen?

Herr Lindenberg: Unsere Erfahrungen sind absolut positiv. Die Rückmeldungen unserer mobilitätseingeschränkten Fahrgäste spiegeln dies eindrucksvoll wieder. Die Stärken der Älteren bei dieser Tätigkeit liegen in der ausgestrahlten Ruhe und in der Zuverlässigkeit und Seriosität.