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Unternehmensauszeichnung

Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg

Friedrich-Streib-Str. 2
96450 Coburg

Tel: 09561/317138
Fax: 09561/317109

poststelle@hs-coburg.de
www.hs-coburg.de

BranchenWissenschaft und Bildung
Produkte/ DienstleistungenStudium, Forschung, Weiterbildung
UnternehmensleitungMaria Knott-Lutze (Kanzlerin)
Beschäftigteca. 400
Beschäftigungspakt50plus in Oberfranken e.V.

Das Unternehmen

Meilenstein auf dem Coburger Weg

Maria Knott-Lutze ist Kanzlerin der Hochschule Coburg und zuständig für 4.500 Studierende, 110 Professorinnen und Professoren sowie 380 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Lehre, Forschung und Verwaltung. Mit dem Beschäftigungspakt 50plus in Oberfranken e.V. beschreitet man seit 2007 einen Sonderweg, denn die Hochschule ist nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Qualifizierungs- und Projektpartner, der in der Lage ist, Personen fortgeschrittenen Alters weiter zu qualifizieren.

Frau Knott-Lutze, es ist nicht selbstverständlich, dass sich Wissenschaft in das „reale Leben“ begibt. Welches waren Ihre Motive?

Die Betonung liegt in unserer Hochschule auf angewandte Wissenschaften. Und so sehen wir unsere erprobte Rolle darin, ein Bildungspartner für Absolventen von Schulen ebenso wie für Unternehmen in der Region und für alle Bildungsinteressierten zu sein.

Ihr Programm Ingenieure 50plus war ein Meilenstein. - Hatten Sie persönlich Vorbehalte gegenüber langzeitarbeitslosen Ingenieuren?

Überhaupt nicht! Ich bin vielmehr davon überzeugt, dass jemand, der einmal Ingenieur geworden ist, das Potenzial in sich trägt, sein Wissen immer wieder zu aktualisieren.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit älteren Mitarbeitern gemacht?

Zu 90 Prozent ganz hervorragende. In den verschiedensten Bereichen, vor allem in der Verwaltung, tun sich Ältere aufgrund ihrer Lebenserfahrung leichter ihre Rolle zu finden. Auch treten sie den vielen jungen Leuten gegenüber mit einer gewissen natürlichen Autorität auf und gewinnen damit auch deren Akzeptanz.

2012 wurde das Referat Gesunde Hochschule gegründet. Wie kam es dazu?

Burnouts sind zunehmend auch im Öffentlichen Dienst ein Thema. Hier sind wir präventiv tätig und versuchen, bei unseren Mitarbeitern ein Bewusstsein für Work-Life-Balance zu schaffen. Ausgleichende Veranstaltungen sowie eine extrem liberale Gleitzeitvereinbarung sollen zudem davor schützen, in die Situation einer Überforderung zu geraten.

In den letzten Jahren wird häufig von Achtsamkeit gesprochen. Ist das bei Ihnen auch ein Thema?

Ja durchaus, denn häufig haben wir mit erheblichen Doppelbelastungen zu kämpfen. So ziehen es die Menschen in unserer ländlich strukturierten Region noch vor, ihre Eltern und Verwandten zu Hause zu pflegen. - Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dafür zu sensibilisieren, dass im Beruf empfundener Stress auch private Gründe haben kann, ist schon ein erster Schritt, um z.B. über temporäre Lösungen nachzudenken.

Fließen solche Erkenntnisse in den Beschäftigungspakt ein bzw. gibt es eine Wechselwirkung zwischen den Partnern?

Durch die gute Kooperation mit unserer Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit kommt es immer wieder zu interessanten Impulsen für den Beschäftigungspakt 50plus in Oberfranken, sodass man von einem Erfolgsmodell sprechen kann. Alle Beteiligten haben inzwischen die  Bedeutung des Programms erkannt und es schätzen gelernt.

Angaben zur Wirtschaftsstruktur der Region
Arbeitslosenquote in der Region3,8 - 6,3
Anz. ALG-II Empfänger über 502.221
Einwohnerzahl der Region480.000
Hauptwirtschaftszweige in der Regionverarbeitendes Gewerbe, Handel, Gesundheits- und Sozialwesen